3.92 Seibt, Berlin

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Praktikum bei Pintsch, Studium an der T. H. Charlottenburg, Assistent von Slaby, kurze Intermezzos bei AEG, Siemens und 1903 als Oberingenieur bei Telefunken; Mitarbeiter der Reichspost, Aktivitäten für ausländische Funkunternehmen und bei de Forest in den USA — das waren die Stationen des ruhelosen Funkpioniers, bevor Dr. Georg Seibt 1910 in Berlin- Schöneberg eine „Fabrik für elektrische und mechanische Apparate" gründete.

Gut bekannt mit den führenden Funktechnik-Autoren kamen seine Produkte schon früh in die Fachbücher; zum Beispiel der ihm patentierte Drehkondensator „aus dem Vollen gefräst", den H. Rein bereits 1912 beschrieb. Im ersten Weltkrieg baute Seibt Erdtelegraphiegeräte und anderes. Auch Wellenmesser zählten zu den frühen Erzeugnissen der Seibt'schen Fabrik.

 

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Seibt-Wellenmesser

 

Die Jahre zwischen dem Kriegsende (1918) und dem Beginn des Rundfunks überbrückte das Unternehmen mit der Fertigung von Fernsprechapparaten und es wurden schon Seibt Empfangsgeräte exportiert, lange bevor der Voxhaus-Sender die ersten Rundfunkwellen abstrahlte.

 

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Inserat aus Nespers „Der Radio-Amateur", 1923

 

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Alle Abbildungen aus: Dr. E. Nespers „Der Radio-Amateur — Broadcasting", Frühjahr 1923

 

In der Fachliteratur, zum Beispiel bei Dr. E. Nesper, findet man 1923 den Seibt-Schiebespulendetek- tor und das präzise aufgebaute Experimentiergerät (auch „Universalschaltplatte" genannt), welches für den Sammler sicher ein Wunschtraum bleibt. Seibt war also (wie Loewe) kein Unbekannter, als im Oktober 1923 der Rundfunk zum Leben erweckt wurde.
Im selben Monat hatte er die RTV-Zulassung erhalten und stellte auch gleich seine Erst-Zulassungen vor: den Sekundär-Detektorapparat Type EDR 16, die Einröhren-Primärempfänger Typen S1 und S2, die Vierröhren-Sekundärempfänger Typen EAR 15 und 16 sowie einen Dreiröhren-NF-Verstärker Type VIII.

 

Den einfachen Detektorempfänger hatte Seibt schon hinter sich gelassen. Nun bot er den wohl schönsten des Inlandsmarktes an, den „Sekundär-Kristallempfänger mit Kondensator-Abstimmung beider Kreise". An der Spitze aller Aufsteck-Detektoren rangierte der äußerst präzise Dreifach-Kristalldetektor aus dem Hause Seibt.

 

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Einen Seibt-Schiebespulenempfänger mit zwei Schiebern enthält das Fachbuch „Nesper" 1923, jedoch nicht in dieser Ausführung. Das Herstellungsdatum des hier abgebildeten Apparates ist unbekannt.

 

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Dieser Seibt- Sekundär- Detektorapparat DER 16 empfängt Sender im Wellenbereich 250 - 700 m. Der Dreiröhren-NF-Verstärker V III ist mit drei Telefunken-Röhren Type A bestückt. (Deutsches Rundfunk-Museum, Berlin, 24 SE 01 HN)

 

Dominierend im Seibt-Angebot waren die vielen Röhrenempfänger, mit denen der ständig experimentierende Dr. Georg Seibt auf den Markt kam.

 

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Über viele Jahrzehnte war es in dem angesehenen Stuttgarter Radio- und Musikhaus Robert Barth das beste Stück aus alter Zeit. Mit dem RTV-Stempel vom 13. März 1924 zählte es zu den ersten in Stuttgart verkauften Geräten für Fernempfang. „Radio Stuttgart" war damit aber noch nicht zu hören, der Süddeutsche Rundfunk ging erst am 11. Mai auf Sendung.. Seit Ende 1995 bereichert dieser sorgfältig gehütete Sekundärempfänger Seibt EAR 20 A eine Sammlung historischer Radios. Zum 31. Dezember 1995 nämlich musste das traditionsreiche Handelshaus Barth aufgeben. Bei den Röhren — es ist noch die Originalbestückung — handelt es sich um Loewe-Sparröhren der Type L.A. 75.

 

Vom Ein- bis zum Fünfröhrenapparat reichte die Seibt-Palette, nur ein Superhet war anfangs nicht darunter. Das ließ die Nähe zu AEG, Siemens und Telefunken erkennen, die das Überlagerungsprinzip für den Rundfunkempfang noch ablehnten. Erst 1926/27 befasste sich auch Seibt mit dieser Technik, doch es blieb bei den Ultradyne-Empfängern EJ 750, 801 und 802, welche eher als Einzelstücke gebaut wurden.

 

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Auch wenn es sich „nur" um ein Schrankgerät mit innenliegenden Spulen handelt, bei dem auch die Röhren nicht oben drauf stecken — der hier abgebildete Vierröhrenapparat EAR 21 mit RTV-Stempel vom 20.2.25 liefert ein weiteres Mal den Beweis: Seibt-Empfänger zählen zu den wertvollsten Sammlerschätzen!
Apropos - „nur" um ein Schrankgerät... Es gibt in der Tat Sammler, die einen 1927er Dreiröhren-Einkreiser, ein so genanntes „39.50 Mark-Gerät" mit aufgesteckten Röhren und Spulen bevorzugen — den viel wertvolleren Schrank- oder Truhenempfänger dafür stehen lassen. Woher auch soll am Anfang der Durchblick kommen... alles braucht seine Zeit. (Sammlung P. Horsch)

 

Mitte 1924 hieß dieser Empfangsapparat noch EAR 22, am Jahresende E.R. 22. „ER" steht für Rundfunk-Empfänger. Bei anderen Firmen kann man aus den Ziffern in den Typenbezeichnungen mitunter die Anzahl der Röhren und Kreise oder auch das Baujahr entnehmen — nicht so bei Seibt. Da erhielt das zu- erst entwickelte Gerät die „1" und alle nachfolgenden die der zeitlichen Reihenfolge entsprechende Nummerierung. Demnach müsste das hier abgebildete E.R. 22 schon 21 Vorgänger gehabt haben.

 

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Aus: „Radio-Umschau", Dezember 1924

 

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Gebaut wurde dieses, mit der Telefunken-Röhre RE 96 bestückte Audion in der ersten Jahreshälfte 1925, wo es noch vom RTV gestempelt wurde. Die Innenaufnahme offenbart, dass sich Dr. Georg Seibt nicht eben bemüht hat, die Nachahmung des Siemens-Audions von 1923/24 zu vertuschen — die mitgeführte Rückkopplung durch einen Hebel und die Exzenterscheibe auf dem Drehkondensator entspricht ohne Abweichung der des Rfe 1. (Sammlung A. Kofink)

 

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Inserat aus: „Der Deutsche Rundfunk", Januar 1925

 

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Die Kombination des Audion EL 34 (welches dann 1926 als El 134 in den Listen stand) mit dem Zweiröhren-NF- Verstärker VII 15— der war schon 1925 auf dem Markt. Den Trichterlautsprecher „Exclusive" hat die Firma Import-Export GmbH, Berlin W 50 eingeführt.
(Sammlung A. Kofink)

 

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Dieses Seibt-Modell EL 29 kam nach dem September 1925 auf den Markt, als die Stempelpflicht entfallen war und in sämtlichen Wellenbereichen empfangen werden durfte. Eine der Schwenkspulen dient der Antennenkopplung, die andere der Rückkopplung. 1926 wurden Audions dieser Bauart noch als Type EA 129 verkauft; die der Nummerierung vorangestellte „1" besagt: eine Röhre, „EA" bedeutet jetzt: Empfänger mit außen liegenden Spulen.
(Sammlung A. Kofink)

 

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Eines der begehrtesten Sammlerstücke: der Seibt Fünfröhren-Tertiär-Empfänger. Ende 1925 er- schien er als EL 30, 1926 hieß er EA 530. Zwei der fünf Röhren dienen der HF-Verstärkung, die dritte arbeitet als Audion, die vierte und fünfte sind für die NF-Verstärkung zu- ständig. Drei Satz Wechselspulen, also 15 Stück — davon 6 Doppelspulen (HF-Transformatoren) — sind erforderlich, wenn alle Wellenlängen zwischen 250 und 3000 m empfangen werden sollen. Die fünf Heizwiderstände sind so bemessen, dass sowohl Wolframröhren mit 0,5 A als auch Sparröhren mit 0,07 Ampere verwendet werden können. (Sammlung H.J. Liesenfeld)

 

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Die Abbildung zeigt eines der vier Eichkurvenblätter, die jedem individuell geprüften Empfangsgerät dieser Serie beigegeben wurden.

 

Große Steilpultgeräte mit vorn eingesteckten Röhren wie dieser Seibt El 432 aus dem Jahr 1926 stehen bei Radiosammlern hoch im Kurs.
Man durfte noch mit den Knöpfchen spielen — bei der Wellenjagd mit diesem Zweikreisempfänger. Er hat Primär- und Sekundär-Wellenschalter, von 180 bis 3.000 m in vier Bereiche aufgeteilt. Der erste Schwingkreis ließ sich von Parallel- auf Serienresonanz umschalten; die Antenne konnte auch aperiodisch angekoppelt werden. Sicher verstanden die wenigsten Betreiber solcher Radios die Funktionen der hierfür eingebauten Stufen- und Umschalter.
Als Röhrenbestückung empfahl Seibt die Typen RE 79 / 89 oder RE 064 / 154 (504). Übrigens — „El" heißt: Empfänger mit innen liegenden Spulen. Verschiedentlich ist in den Typenschildern ein „J" eingeschlagen — das ist gleichbedeutend mit „I".

 

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Zwei der viel verkauften Seibt-Empfänger von 1926 und 27. Die links stehen- de Type EA 247 wurde „Georgette" genannt (Dr. Seibt hieß mit Vornamen Georg). Auf ihr steckt eine TeKaDe- Zweifachröhre. „Ein Radio zum volkstümlichen Preis von 35 RM einschließlich Lizenzgebühr", schreibt Seibt. Die im Preis nicht enthaltene Röhre VT 126 kostete 12,50 RM. Der rechts stehende Dreiröhren-Einkreiser Type EA 337 kostete „etwas" mehr: 84 RM zuzüglich der drei Röhren, für die man weitere 20 RM rechnen musste. Im Hintergrund: das Seibt- Wellensieb EZ 10 zur Ausschaltung des Ortssenders.

 

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1926 zählte der Dreiröhren-Einkreiser EA 337 zu den Favoriten. Und weil er so gut verkauft wurde, schob Seibt 1927 die Type EA 337A nach. Dank der Fortschritte in der Röhrentechnik wurden die drei Regelwiderstände für die individuelle Einstellung der Heizspannungs entbehrlich, dafür erhielt der größere Skalenknopf eine Feineinstellung. Statt der beim Vorgänger angebrachten Buch- sen für die Heiz- und Anodenstrom-Versorgung bekam dieser EA 337 A ein Anschlusskabel.

 

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Beim Sammler von heute sind die (damals) billigeren Empfänger mit außen aufgesteckten Röhren und Spulen besonders beliebt; zur Zeit ihrer Herstellung waren „Truhengeräte" die wertvolleren.

Seltener als die zuvor beschriebenen Dreiröhrenempfänger findet man den rechts abgebildeten größeren Bruder, welcher EA 437 genannt wurde. Mit dieser Typen- Zuordnung brachte Dr. Seibt seine Zahlenreihe (die schon zuvor nicht mehr konsequent verfolgt worden war) vollends durcheinander — ist doch dieses Modell nicht ein modifizierter 337 sondern ein Vierröhren-Zweikreisapparat, welcher schon zur Klasse der Fernempfänger gezählt werden konnte. Er passt auch insofern nicht in die Seibt'sche Zahlen- reihe, als er erst 1927 erschienen ist, zu einem Zeitpunkt, wo die Endzahlen schon über 40 lagen. Nur die Art des Geräte- Aufbaus entspricht der des kleineren Bruders. (Sammlung W. Menzel)

 

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Zu den frühen Seibt-Truhen zählt diese Type EJ 442 von 1927. Technisch entspricht deren Innenleben dem des EA 437 (er hat auch noch die fünf Steckspulen), doch im Preis unterschieden sich die beiden beträchtlich. 120.- RM kostete der eine, 172.- der andere. Den gab es noch als Type EJ 444 für 188 RM und als EJ 445 mit Einknopfbedienung für 310.- RM. In diesen beiden waren die Spulen, umschaltbar für Mittel- und Langwellen, fest eingebaut. Wie bereits erwähnt: „EJ" sollte eigentlich „El" heißen.,,„I” waren die Typen mit innenliegenden Spulen, „A" solche mit außen aufgesteckten Spulen.

 

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Das ganz große 1927er Seibt-Modell. Dieser Fünfröhren- Dreikreis-Neutrodyn- Empfänger vom Typ El 543 hat gekuppelte Abstimm-Drehkondensatoren und die Wellenumschaltung erfolgt durch einen einzigen Schieber. Gegenüber früheren Geräten wie z.B. im El 432 von 1926 war dies ein beachtlicher Fortschritt, später nannte man das die „Einknopfbedienung". Der Käuferkreis für diesen 70 x 25 x 35 cm großen Apparat war dünn gesät, die mehr als 500 Mark hatten nur wenige im Portemonnaie.

 

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1928/29 tendierte die Nachfrage schon zum Netzanschlussgerät, Seibt hatte aber noch die unterschiedlichsten Batteriegeräte im Fertigungsprogramm. Darunter auch diesen Vierröhren-Zweikreisempfänger EJ 452 A. Der konnte nicht mehr als seine Vorgänger EJ 385 aus 1927, nur das Äußere und die Bedienung waren neu: „Friktionsskalen-Abstimmung mit Korrektur der einzelnen Kreise".

 

Gedanken zum Seibt-Typenprogramm aus den Jahren 1928 bis 1930 führen zwangsläufig zu der Überlegung, ob Dr. Georg Seibt seine Firma eigentlich gewaltsam ruinieren wollte (was fünf Jahre später auch gelungen ist).

 

Innerhalb zweier Modelljahre waren es rund 25 (!) verschiedene Typen, die Seibt feil bot wahrscheinlich noch einige mehr, wenn man die „Modifizierten" dazurechnet. Und das sollte gut gehen?

 

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Auch die links abgebildete Type EJ 385 zählt zu den zahlreichen Seibt-Empfängern aus diesen Jahren. 1928 gab es außer ihr die nur gering abweichenden Typen EJ 375 und EJ 382. Alle sind Dreiröhren-Einkreiser für Batteriebetrieb.
Der Lautsprecher auf dem EJ 385 ist das meistgesuchte Seibt-Modell TL 101.

 

Auf dem Gebiet der Lautsprecher-Entwicklung war Dr. Seibt ebenfalls aktiv. Den ersten trichterlosen Lautsprecher der Welt geschaffen zu haben — dieses Verdienst meinte der Erfinder, für sich in Anspruch nehmen zu können. Zweifel sind angebracht. 1923 war das Seibt-Modell (siehe Kapitel 12.3) mit der „Leichtmetall-Membran" auf dem Markt, das billigere mit imprägnierter (Nawi-) Stoffmembran folgte 1925.

 

Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre kam das Unternehmen stets mit neuen Radios auf den Markt, welche aber gegenüber anderen Fabrikaten den Pegel der Mittelmäßigkeit nicht überschreiten konnten.

 

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Unter den 1929er Seibt-Netzempfängern wars der kleinste: dieser EW 298. Be- stückt wurde er mit den Röhren REN 804, RE 134 und der Seibt-Gleichrichterröhre VG 250.
Rechts hinter dem Zweiröhren-Einkreiser steht der Seibt-Lautsprecher TL 187.

 

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Den AEG-Modellen von 1928 nachempfunden, brachte Seibt 1929 diesen Wechsel- strom-Netzanschlussempfänger EW 374 N auf den Markt. Unter der Bakelithaube findet man einen Dreiröhren-Einkreiser. Dasselbe Gerät gab's als EW 374 Luxus im Eichengehäuse alten Stils. Der zur Normalausführung passende Bakelit-Lautsprecher: Seibt TL 191.

 

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Das pultförmig gestaltete Seibt-Vierröhren-Wechselstromgerät heißt EW 496, die Ausführung für Gleichstromanschluss EG 497. Die beiden Drehkondensatoren dieses Schirmgitter-Zweikreisers von 1929 können mit den nebeneinander liegenden Rändelrädern parallel verstellt oder auch einzeln nachgestimmt werden. Im Hintergrund steht ein Eloden-Lautsprecher.

 

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Inserat aus: „Der Deutsche Rundfunk", September 1929

 

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Seibt hatte stets eine große und teils verwirrende Typenvielfalt. Das Einkreis-Zweiröhren-Gleichstrom- Modell für 220 Volt Netzspannung wurde 1929/30 GL 293 genannt, die hier abgebildete Ausführung für 110 Volt GL 295. Man kann ein gleichartiges Modell aber auch als Type GL 277 a finden.
Bestückt waren diese ersten, den Lautsprecher enthaltenden Seibt-Einkreiser für Gleichstrombetrieb mit den Röhren RE 144 und RE 134; alternativ mit der RES 164 d.

 

Wie nicht anders zu erwarten, gab es auch 1930 wieder eine große Seibt-Auswahl — der Sammler wundert sich gelegentlich über die Typen-Systematik. Die Zweiröhren-Einkreiser 21 W und G hatten trotz des modernen Gehäuses noch den alten Skalen-Drehknopf aus Mitte der Zwanziger; dann gab es den Dreiröhren-Einkreiser 331 mit dem kleinen Rundskalen-Fenster, alle größeren bekamen Walzenskalen. Die größten dieser Bauart hießen 41 Wund G, das waren Vierröhren-Dreikreiser.

 

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Einer aus der umfangreichen Seibt-Baureihe von 1930 im neu gestalteten, mit Nussbaum furnierten Sperrholzgehäuse.
Diesen Zweikreiser 3 A mit den Röhren RENS 1204, REN 804 und RES 164 bezeichneten seine Schöpfer als „Hochleistungsempfänger".
Der Lautsprecher hinter dem 3 A kommt aus Lämmerspiel: ein Famet.

 

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Vorn in diesem Bild steht der 3 W, ein Zweikreiser mit einer HF-Schirmgitterröhre. Das Gerät dahin- ter heißt 31 W, auch ein Zweikreiser, aber mit einer weiteren Schirmgitterröhre in der Audionstufe. „Im künstlerischen Edelholzgehäuse", schreibt Seibt über dieses Modell.
Der dazu passende Lautsprecher, die Seibt-Type TL 907 im Hintergrund, wurde 1931 gefertigt.

 

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Die teuersten Radios waren 1928 auf den Markt gekommen, über 2000 Mark konnte man damals für einen der Spitzenempfänger los werden. In den Folgejahren stürzten die Preise ab und es gab nur noch wenige, die über 500 Mark kosteten.

 

Vorn in diesem Bild steht der 3 W, ein Zweikreiser mit einer HF-Schirmgitterröhre. Das Gerät dahinter heißt 31 W, auch ein Zweikreiser, aber mit einer weiteren Schirmgitterröhre in der Audionstufe. „Im künstlerischen Edelholzgehäuse", schreibt Seibt über dieses Modell. Der dazu passende Lautsprecher, die Seibt-Type TL 907 im Hintergrund, wurde 1931 gefertigt.
Die teuersten Radios waren 1928 auf den Markt gekommen, über 2000 Mark konnte man damals far einen der Spitzenempfänger los werden. In den Folgejahren stürzten die Preise ab und es gab nur noch wenige, die über 500 Mark kosteten. Zu den teuersten Radiogeräten der Saison 1931/32 zählt dieser Seibt-Großempfänger Type 71, für den man mit Röhren, aber ohne Lautsprecher 641.50 RM bezahlen musste. Sein Edelholzgehäuse wurde schlicht gestaltet, viel interessanter ist, was in ihm steckt. Das Bild zeigt den Innenaufbau dieses sehr seltenen Vierkreis-Geradeausempfängers mit den Röhren: 3 x RENS 1204, 2 x REN 804, 2 x RE 604 und RGN 2004.
68 cm breit, 40 cm tief und 36 cm hoch ist das Truhengehäuse, mit Inhalt wiegt es (ohne Lautsprecher) 32 kg (!). Sein Besitzer hat das gute Stück überholt; es spielt „sagenhaft" — sagt er und bestätigt damit, was sein Hersteller darüber schreibt: „Der Seibt 71 ist somit das kostbarste und hochwertigste Gerät". (Sammlung S. Hammermayer)

 

„Roland" nannte Seibt seine 1932er Radios. Die hier abgebildete, beim Sammler besonders beliebte „Kathedral-Form" beherbergt die Type Roland 3 L. Mit den Röhren RENS 1264, RENS 1264, RE 134 und dem Seibt -Gleichrichterrohr VG 240 ist die Wechselstrom-Version dieses Zweikreisers bestückt.

 

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1932 war das Jahr des Superhets — auch Seibt konnte nicht an ihm vorbeigehen. Was damals geschah, lässt darauf schließen: in der Firma war der Teufel los. Neben verschiedenen Geradeausempfängern mit ein und zwei Kreisen fertigte Seibt — und das alles im Modelljahr 1932/33 — einen Gleichstrom-Superhet mit fünf Röhren, auch einen mit sechs Röhren, dann für Wechselstrombetrieb einen Vierröhrensuper, und noch weitere sechs (!) schaltungstechnisch voneinander abweichende Modelle:

 

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Roland 5
Roland 5 (Dioden-Gleichrichter)
Roland 5 (mit Fading-Ausgleich)
Roland 5 (mit neuem Wellenschalter und Widerstands-Fading)
Roland 5 Spezial
Roland 5/5

 

Zwei davon waren mit fünf Röhren bestückt, vier mit sechs; einer arbeitete mit der RENS 1204 als Misch- und Oszillatorröhre, fünf mit der Raumladegitterröhre REN 704 d; vier hatten sieben Kreise und zwei deren acht. Seibt hatte sich mit diesem Typen-Durcheinander ganz schön in die Nesseln gesetzt. Während SABA 1932 mit zwei Grundtypen im Sortiment zum Marktführer wurde, ging's bei Seibt bergab.

 

Offensichtlich jedoch wurde die Notbremse gezogen. Im Folgejahr präsentierte das Unternehmen erstmals eine übersichtlich und einheitlich gestaltete Typenreihe: drei Geradeausempfänger mit einem, zwei und drei Kreisen und als viertes Modell „einen" Superhet, nur für Wechselstrom.

 

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Letztmals wurden sie in oben abgerundete Gehäuse eingebaut und es gab zwei verschiedene. Das Gerät 'm Bild war der größte aus der Seibt-Super-Serie von 1932 — der Roland 6 L, welcher nur für Gleichstromanschluss geliefert wurde (in der Wechselstromausführung war's im selben Gehäuse der 5 L). Vier RENS 1820, eine REN 1821 und eine RENS 1823 d stecken in ihm. Er kostete 65 Mark mehr als der 5 L, den man in für 395.- RM bekam. (Sammlung T. Lindner)

 

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Ein beim Sammler besonders beliebtes Gehäuse hat dieser 1932er Roland 5 Spezial. Schon vor der ZF hat er drei Kreise (zwei im Eingangsbandfilter der HF-Vorstufe und einen vor der Misch- röhre). Ihm folgen vier Kreise in zwei Bandfiltern. Man könnte sagen: einem Dreikreis-Geradeaus-Empfänger ist ein Superhet nachgeschaltet. Zur Abstimmung benötigt er (mit Oszillator) einen Viergang-Drehko.

 

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Das ungewöhnliche Gehäuse reizt zur Karikatur: der Roland bekam den Spitznamen „Pluto".

 

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Es bedarf keiner prophetischen Fähigkeiten, um zu erkennen, dass Seibt mit seinem Typendurcheinander keine Gewinne mehr erzielen konnte. 1933 wurde zwar in seinem Hau- se der Volksempfänger entwickelt, aber auch der konnte die Ertragslage nicht verbessern.

 

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Nicht nur Herr Grießing war im Hause Seibt ein überzeugter Befürworter des NS-Staates.

 

1933 war die Zeit der oben abgerundeten Geräte zu Ende, auch Seibt bevorzugte die rechteckigen Hochkantgehäuse. Das Geräteprogramm wurde jetzt übersichtlich, aber es war in den vergangenen Jahren zu viel an Substanz verloren gegangen — die Firma hatte zu viel Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Vielleicht lag es auch an veralteten Fertigungsmethoden (die voraus- gegangenen Krisenzeiten erforderten eine Umstellung auf rationellere Serienfabrikation), dass die Firma in Liquiditätsschwierigkeiten kam und Siemens ersuchte, die Fabrik zu übernehmen.

 

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Links im Bild steht der Roland 23 WL, ein Zweiröhren-Einkreiser. Besonders schön ist auch das Bakelitgehäuse des rechts stehenden Dreiröhren-Zwei- kreisers Roland 33 L. Beide haben Kurzwellenbereiche, die „Kurzwelle im Einkreiser hatte 1933 ihren Höhepunkt erreicht.

 

Eine Fusion kam nicht zustande, Seibt wandelte die Firma in eine AG um. Der Umsatz ging von 16 Millionen (1929) auf unter 6 Millionen (1934) zurück. Die Zahlungen mussten eingestellt werden, es wurde ein Vergleichsverfahren eröffnet. Dr. Georg Seibt starb, als das Unternehmen auf seinen Tief- punkt zusteuerte.

 

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Dieser 1934 von den Herren Ing. Otto Grießing und Dr. H. Paul konstruierte Seibt Reichssuper 424 wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn er nicht die — wie Seibt sagte — „denkende" Skala hätte. Hinter dieser „Skala der Nationen" befindet sich ein komplizier- ter Kontakt-Mechanismus. Wenn der Schieber auf die gewählte Länder- Spalte eingestellt war, konnte man ausschließlich die Sender dieses Landes hören! Und das solifunktionieren, wird der erstaunte Radio- freund äußern? Und seine Zweifel sind berechtigt. In der Praxis ging eben nicht gut, was theoretisch durch- aus möglich war.
Die Erfinder hatten sich folgendes ausgedacht: Man überbrücke beim Durchdrehen des Abstimmkondensators den Gitterableitwiderstand der Endröhre und setze einen Öffnungs- kontakt an diejenige Stelle, wo die Empfänger-Frequenz mit der des betreffenden Senders übereinstimmt. Weil die Frequenzen der Sender verschiedener Nationen konstante Werte sind, können für den jeweils gewählten Skalenabschnitt „Empfangs- Fenster" geöffnet werden. Der Einstellvorgang sollte wie folgt ablaufen: Um „Mailand" auf 814 kHz empfangen zu können, stelle man den Schieber auf „Italien / Spanien". Der Abstimm-Drehknopf wird (bei Stummabstimmung) solange gedreht, bis die Empfänger-Schwingkreise exakt auf 814 kHz abgestimmt sind und im Skalenfenster „Mailand" erscheint. An dieser Stelle öffnet der Stummschaltkontakt und gibt die NF zum Lautsprecher frei. Bei der Einstellung des Schiebers auf alle anderen Länderspalten bleibt die Frequenz „814 kHz" stumm.
Weil die Frequenzkonstanz des Empfängers eben nicht so gut war wie die des Senders und auch die Kontakte Ärger bereiteten, scheiterte das so schlau ausgedachte Experiment. Es trug der 1934 ohnehin notleidenden Firma Seibt schmerzliche Verluste ein. Schnell wurde der Reichssuper ohne Länderschieber und Klappenmechanik als 424 a ausgeliefert und im folgenden Jahr war vom „Länderautomat" bzw. von „der Skala, der die Zukunft gehört" keine Rede mehr. Der Sammler wird selten einem Reichssuper 424 im Originalzustand begegnen; in der Regel wurden die länderspezifischen Einrichtungen, die doch gerade das Besondere an diesem Gerät darstellten, außer Betrieb gesetzt. Im Hintergrund der Zweiröhren-Einkreiser Tannenberg 214 aus demselben Jahr. „Der kleinste neue Seibt für kleinere Ansprüche"— steht im Katalog.

 

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Abbildung aus der technischen Beschreibung über das Gerät mit der „Skala der Nationen" von Dr. Ing. H. Paul in den Seibt-Nachrichten- blättern Nr. 9 vom September 1934.

 

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Über Geschmack lässt sich streiten - unbestreitbar aber ist die Tatsache, dass es sich bei diesem Seibt 326 W von 1935 um eines der besonders gesuchten Sammlermodelle handelt, und das natürlich nur seiner ausgefallenen Gestaltung wegen. „Sanssouci" oder auch „Beichtstuhl" sind seine Spitznamen.
Das Gehäuse beherbergt einen Dreiröhren-Zweikreiser, über den das Werk schreibt: „Ein mit den neuen Schnellanheizröhren ausgestatteter Empfänger, der in der Lage ist, sicher einige Dutzend Sender unter der Voraussetzung, dass die Empfangsverhältnisse nicht schlecht sind, zu empfangen".
wSo ein guter Empfänger - und man konnte in der gleichen Edelholz-Behausung noch den 326 S bekommen, der als „Dreiröhren-Kleinsuperhet" bezeichnet wurde. Übrigens - rund zehn Mark weniger kosteten die Geräte im gleich gestalteten Bakelit-Gehäuse.

 

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Die wundersame Rettung des Seibt`schen Betriebes nahte 1934/35 in Form von Rüstungsaufträgen, wodurch der drohende Konkurs abgewendet werden konnte. Und so nebenbei fertigte Seibt auch Geräte, welche von Frey und TeKaDe vertrieben wurden. Radios der eigenen Marke standen noch bis 1939 in den Katalogen, die können aber den Radiosammler nicht mehr begeistern.
In den Kriegszeiten wurde Seibt ausschließlich mit Rüstungsaufträgen beschäftigt und schloss sich mit der Optik-Firma Steinheil-Werke, München, zusammen.

 

Die Geschichte des Unternehmens ab 1945 wird im Kapitel 9 - Chroniken westdeutscher Nachkriegs-Radiofirmen - unter „Seibt-Nachfolger" fortgesetzt und im Band 11 - Chroniken ostdeutscher Nachkriegs-Radiofirmen - unter „Funkwerk Zittau".

 

Nachwort: Seibt-Sammlern bietet sich eine Modellvielfalt, die noch umfangreicher wäre, wenn es all die Geräte gäbe, die zwischen 1923 und 1929 im Nummerierungsprogramm vorgesehen waren. Von den über 100 Projektierten gingen aber wahrscheinlich nur knapp 60 in Produktion und auch davon ist nur eine begrenzte Anzahl in Sammlerhand. Immer noch genug — kann man sagen — beim Blättern in der Seibt-Bildserie.

 

Nun könnte die Menge der hier abgebildeten Seibt-Apparate — es sind 37 — zu der Annahme verleiten, dass die Firma Dr. Georg Seibt zu den größten der Branche gezählt hätte. Nein — dem Kreis der Umsatzstärksten gehörte sie zu keiner Zeit an. In den Zwanzigern lag sie im oberen Mittelfeld, 1932 nur noch auf Platz 12. Warum rechnet man sie dann trotzdem zu den Bedeutenden? Waren es etwa herausragende Entwicklungen, die Dr. Seibts Fabrikate für den Sammler so interessant machen? Auch hier: Fehlanzeige. Dass er 1923 den trichterlosen Lautsprecher erfunden hätte, steht zwar in seiner Werbeschrift, aber stimmen tut's nicht. Der aus dem Vollen gefräste Drehkondensator und sein Dreifach-Detektor sind feinmechanische Meisterleistungen, aber nicht eigentliche Erfindungen.

 

An den frühen Seibt-Rundfunkempfängern findet man keine Konstruktionsdetails, die nicht schon bekannt waren, der „Rundfunkpionier" hatte anfangs auch keinen Überlagerer im Angebot. Der Bei- trag seines Chefkonstrukteurs zur Entwicklung des Volksempfängers kann nun wirklich nicht als Großtat gewertet werden und die interessanteste Idee aus dem Hause Seibt, die in den Modellen Saarland und Reichssuper verwirklichte „Skala der Nationen" erwies sich in den 1934er Superhets als unbrauchbar.

 

Was also ist es, das Seibt für den Sammler so interessant macht? Es ist die beeindruckende Vielfalt unterschiedlicher Bauformen, welche aus dieser Berliner Fabrik auf den Markt kamen. Die allein sind schon Grund genug, sich für Seibt-Modelle zu begeistern.

 

Zu den beliebtesten zählen die Radios in offener Bauform, wobei die Modelle mit aufgesteckten Spulen gegenüber den älteren Audions (mit eingebauten Spulen) oft bevorzugt werden. Die Georgette mit der TeKaDe- Zweifachröhre ist gesucht, wie auch die Drei- und Vierröhrengeräte EA 337 I 437 und besonders der Fünfröhren-Tertiär-Empfänger EL 30 / EA 530. Sammelwürdig sind zweifellos alle frühen Seibt-Radios, erst ab 1930 wird man wählerisch.

 

Aus 1932 sind vor allem die verschiedenen Versionen der Roland-Superhets gesucht. Und — das ist ernst gemeint — der 1933er Volksempfänger (einer von „Seibt" natürlich) passt am besten in die Sammlung dieses Fabrikats. Ein Gerät mit der schon erwähnten „Skala der Nationen" ist technisch interessant und sehr begehrt sind die Modelle 326 bzw. 220 von 1935/36, welche auch als „Beichtstuhl" oder „Sanssouci" bezeichnet werden.

 

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